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Brühl 4
Unter
der Hausnummer 4 im Brühl finden wir das historische Gebäude
Hospital "Maria Magdalena",
im Volksmund auch heute noch „Spittel“, genannt. In den
Jahren 1221/23 von Landgraf Ludwig IV., dem Gatten der "Heiligen
Elisabeth" von Thüringen, gestiftet, auf einem bebauten Grundstück, das
eine Bürgerin Hildegard zur Verfügung gestellt hatte. 1225 wurde "Das
Spittel" dem Orden des Heiligen Kreuzes übergeben
mit der Verpflichtung "Arme und Kranke in demselben zu
pflegen". Die Hospitalkirche diente als Ort der Andacht und des
Gottesdienstes für Schwestern und Kranke. 1489 erhielt der Johanniterorden die
Rechte über das Hospital. 1525 wurde es dem Gothaer Stadtrat übergeben. 1716
erfolgte die Grundsteinlegung für das heutige Vorderhaus. 1719 wurden
Vorderhaus und Kirche geweiht (heutige Gebäude) und wieder genutzt. 1840
erfolgte eine Erweiterung des Hospitals. Bis 1945 nutzte man es als Pflegeheim für
hinfällige Personen. Von 1946 - 73 erfolgte eine weitere Nutzung als
Pflegeheim. 1980 wird die Hospitalkirche durch die Adventgemeinde erneut geweiht
und bis 2008 von den
Siebenten-Tags-Adventisten genutzt.
Von
1991/92 erfolgten umfassende Rekonstruktionen der gesamten Anlage.
Anlässlich
der Feierlichkeiten „800 Jahre Elisabeth von Thüringen“ konnten
am 23. Juni 2007
die restaurierten Portalfiguren "Glaube" und "Liebe"
am Portal enthüllt werden. Die Diakonie, Bodelschwinghof Mechterstädt e.V. -Tagesbetreuung
Senioren , das Frauenzentrum, der
Altstadtverein Gotha nutzen heute das Gebäude. Außerdem befindet sich die
Wohnung des Stadtschreibers im Vorderhaus. Seit Ende Juli 2009 hat die
URANIA Gotha ihre Geschäftsstelle im Vorderhaus - 1.Etage.
Mit
zur Geschäftsstelle der URANIA Gotha gehört ein Veranstaltungsraum der etwas
anderen Art - der URANIA-Keller (Eingang Hospitalgasse).
Im
URANIA- Keller werden Veranstaltungen, wie Lesungen, Vorträge verschiedenster
Art usw. durchgeführt. Eine Personenzahl bis zu 30 Personen haben in den
Räumlichkeiten Platz.
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