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Gotha und
Umgebung (von Uta Wolter und Ursela Suske, Gotha)
Schloss Friedenstein
Lohnenswert ist ein Besuch auf
Schloss Friedenstein, der erste Schlossneubau nach dem 30-jährigen Krieg, erbaut von 1643- 1654 unter Herzog Ernst I., genannt der Fromme.
Das Schloss ist eine der größten frühbarocken Schlossanlagen
Deutschlands. Der Name "Friedenstein" steht als Symbol des fortschrittlichen und humanistischen Gedankengutes von Herzog Ernst I. und aller folgenden Herzöge.
Die umfangreichen Sammlungen von Kunstschätzen auf Schloß Friedenstein waren schon im 18. Jahrhundert über die damaligen Landesgrenzen hinaus berühmt und werden bis heute ständig ergänzt.
Münzsammlung
Gegründet 1712, umfasst ca. 100 St. aus Antike, Mittelalter und Neuzeit, u.a. Römische Münzen, Alte Taler oder Thüringer Brakteaten
Plastiksammlung
Einzigartige Plastiksammlung vor allem der Frühwerke des
französischen Bildhauers J.A. Houdon, die umfangreicher als die im Louvre von Paris ist und die größte außerhalb Frankreichs überhaupt.
Außerdem Werke seines Schülers F.W. Doell und Schnitzplastiken der Spätgotik.
Ägyptische und Antike Sammlungen
Diese Sammlung zählt zu den ältesten in Europa, angelegt bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sehenswert sind vor allem die nachempfundenen Grabkammern mit Mumien und Opferbeigaben sowie antike Vasen.
Porzellan des 18. Jahrhunderts
Umfang beträgt etwa 1.000 Stücke Gothaer Porzellan, hergestellt in der Gothaer Porzellan- Manufaktur. Gothaer Porzellan war den besten Erzeugnissen seiner Zeit in Europa ebenbürtig.
Ergänzt wird die Sammlung durch Teile vieler europäischer Manufakturen, darunter auch Meißner Porzellan sowie Glas und Majolika
Gemälde / Kupferstiche
Holländische und flämische Malerei des 17. Jahrhunderts, Frans Hals, van Dyck, Brueghel, Rubens sowie deutsche Gemälde des 15. und 16. Jahrhunderts, z.B. Cranach und seine Schüler.
Bekannt auch das Gothaer Liebespaar, das erste selbständige Doppelportrait in der deutschen Malerei, datiert von 1484.
Kupferstichkabinett, erstmals erwähnt 1659, es umfasst umfangreiche Sammlungen von Einblattdrucken mit typografischem Text aus dem. 16.Jahrhundert sowie Grafiken und colourierte Holzschnitte, u.a. von Dürer. Dauerausstellung des Gothaer Hofmalers P.E. Jacobs.
Forschungsbibliothek
1647 gegründete wissenschaftliche Bibliothek von internationaler Bedeutung, der Bestand
umfasst ca. 530.000 Bände, darunter alte abendländische und orientalische Handschriften , die zu den meistgenutzten Sammlungen dieser Art in Europa gehören.
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